Sonntag, 23. Juli 2017

Teltows CDU will Infos aus Hafen-Gutachten

Eventuell müssen sich die Teltower Stadtverordneten doch noch einmal vor der Bürgermeisterwahl am 24. September zu einer Sondersitzung treffen.

Dies hat der Vorsitzende der Fraktion CDU/Grüne, Ronny Bereczki, in der Stadtverordnetenversammlung dieser Woche beantragt, falls die Stadtverwaltung bis dahin nicht die Ergebnisse eines externen Gutachtens zu möglichen Versäumnissen bei der Planung der Marina Teltow veröffentlicht.

Grund ist die Kostenexplosion bei dem Projekt. Regulär tagen die Stadtverordneten erst wieder im Oktober, also nach der Bürgermeisterwahl.

Das Gutachten hatten die Stadtverordneten im Mai in Auftrag gegeben. Bis Jahresende sollen Ergebnisse vorliegen. Bereczki zeigte zwar Verständnis für die komplexe Untersuchung, will aber schon vorhandene Erkenntnisse aus dem Gutachten veröffentlicht sehen. Das Hafen-Projekt könne die Wahlentscheidung der Teltower maßgeblich beeinflussen. "Das Gutachten kann den Bürgermeister ja auch entlasten." meint Bereczki.

Das Gutachten ist "noch nicht fertig", sagte Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD) auf Nachfrage der "Märkischen Allgemeinen". Daher könne derzeit noch nichts veröffentlicht werden. Außerdem gäbe es juristische Auseinandersetzungen.

Neben Schmidt, der eine dritte Amtszeit anstrebt, bewerben sich Hans-Peter Goetz (FDP), Andreas Wolf (BfB) und Eric Gallasch (CDU) um den Posten des Bürgermeisters.

(Foto: Stadt Teltow / Text: Stephan Laude, mit freundlicher Genehmigung, MAZ 22./23. Juli 2017)

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