Samstag, 24. März 2018

RSV Eintracht möchte am Sonntag nachlegen

Die Basis am Sonntag um 17:30 Uhr in der Kleinmachnower Sporthalle der Berlin Brandenburg International School ein nächstes Endspiel im Kampf um den Klassenerhalt haben zu können, legten die Korbjäger des RSV Eintracht am letzten Sonntag, wo man mit 93:73 deutlich gegen die ETB Wohnbau Baskets Essen gewinnen konnte.

Somit heißt es für die Mannschaft von Trainer Denis Toroman gegen den SC Rist Wedel nachzulegen und damit den Druck auf Essen und Cuxhaven aufrecht zu erhalten, denn diese beiden Clubs duellieren sich bereits am Samstag im anderen Playdown-Spiel. Rist Wedel mit bereits 18 Punkten ist dagegen schon fast durch und benötigt aus den verbleibenden fünf Spielen lediglich noch einen Sieg, um das rettende Ufer zu erreichen.

Der RSV mit erst 12 Punkten ist umgekehrt dagegen in den noch vier Spielen zum Siegen verdammt. Zusätzlich trägt man die Bürde von zwei verlorenen Spielen gegen Wedel (63:94, 74:79) mit sich herum, was bei eventueller Punktgleichheit entscheidend wäre. Der SC Rist Wedel ist zweifelsfrei einer der Traditionsclubs in der 2.Basketball-Bundesliga ProB. Der Verein aus der Hamburger Vorstadt spielt seit 2009 ohne Unterbrechung in dieser Spielklasse. Insbesondere seit der Kooperation mit den Hamburg Towers aus der ProA stellen die Elbestädter regelmäßig einen sehr starken Kader, wobei man im Jahr 2015 sogar freiwillig auf den sportlich eigentlich erreichten Aufstieg als Vizemeister verzichtete.

Darüber hinaus agieren beide Vereine auch zusammen im Nachwuchsbereich, wo man über die Piraten Hamburg jeweils ein Team in der JBBL (U16) und NBBL (U19) stellt, welche aktuell jeweils im Playoff-Achtelfinale dabei sind. Nicht nur das verbindet Wedel mit dem RSV, denn auch begründet durch die Stadtrandlage spielt man mit dem Nachwuchs nicht in Schleswig-Holstein, sondern direkt in Hamburg. Im ProB-Team ist der Serbe Nino Celebic mit 15,0 Punkten pro Spiel der Topscorer und war auch beim 80:78 Erfolg letzte Woche gegen Cuxhaven mit 22 Zählern bester Werfer.

Der litauische Center Aurimas Adomaitis ist mit 12 PpS und 7,5 Rebounds pro Spiel effektivster Spieler und spielte jeweils stark auf gegen den RSV in dieser Saison. Der Spanier Damian Cortes Rey punktet mit 10,5 PpS im Schnitt ebenso zweistellig. Nach diesem internationalen Trio gibt es diverse deutsche Spieler, die ebenso Leistungsträger sind und jederzeit ein Spiel entscheiden können. Fabian Strauß beispielsweise steht im Schnitt zwar nur bei 3,9 Zählern, schenkte aber letzte Woche den Cuxhavenern gleich 18 Punkte ein. Ebenso zu erwähnen sind hier Vincent Kittmann (9 PpS), Mario Blessing (6,9 PpS), Steffen Kiese (6,9 PpS) oder Jürgen Rich (6,3 PpS) im sehr ausgeglichenen Kader von Coach Felix Banobre.

Der US-Boy Will Darley (7,8 PpS) hat Wedel indes nach der regulären Saison wieder verlassen. Wedel musste zuletzt verletzungs- und krankheitsbedingt auf Blessing, Kiese und Rich verzichten. Aber auch beim RSV ist die Personalsituation ausgerechnet in der wichtigsten Phase der Saison sehr angespannt. Luka Kamber und Colin Craven waren durch Knöchelverletzungen zuletzt beide zum Zuschauen verdammt. Während Kamber durch den Teilabriss des Außenbandes vermutlich noch etwas länger pausieren muss, hofft man bei Kapitän Craven indes auf eine Rückkehr.

Eines ist dabei sicher, in der jetzigen Situation beißt jeder RSV-Spieler auf die Zähne und ist dabei, wenn es irgendwie geht. So umschreibt auch Coach Denis Toroman die Situation vor dem nächsten Endspiel: „Es ist die gleiche Situation wie vor dem letzten Spiel gegen Essen. Wir wollen und müssen gewinnen. Jeder im Team weiß das und wird alles dafür geben.“

Text: Marcus Boljahn, Foto: RSV

Elektro Müller Teltow