Donnerstag, 18. Januar 2018

CDU: Bald fehlen 1000 Kita-Plätze

Die CDU-Fraktion in der Stahnsdorfer Gemeindevertretung schlägt Alarm: In der Gemeinde gebe es bald viel zu wenig Kita-Plätze, so Fraktionschef Wolfgang Brenneis im jüngsten Bauausschuss. Er forderte deshalb den Bau von mindestens einer weiteren kommunalen Kita. „Obwohl wir fünf kommunale und eine freie Kita sowie etliche Tagespflegen in der Gemeinde haben, müssen rund 350 Kinder in anderen Gemeinden untergebracht werden. Dies sind rund 25 Prozent. Weder ist dies für Eltern und Kinder auf lange Sicht zumutbar, noch steht es einer prosperierenden Gemeinde wie Stahnsdorf gut zu Gesicht“, beschreibt Brenneis die Situation.

Wenn man die Entwicklung von drei neuen Wohngebieten an der Zillestraße, Schmale Enden 2 und Hildegardstraße bedenke, sei absehbar, wann das System kollabiert. Nach Einschätzung der CDU-Fraktion werden gut 1000 Kinder hinzukommen, für die dann Angebote geschaffen werden müssen. Das gebührenfreie letzte Kita-Jahr sei dabei noch gar nicht mit eingerechnet. Es werde wahrscheinlich eine zusätzliche Nachfrage auslösen. „Irgendwann werden auch die Nachbarkommunen unsere Kinder abweisen, weil sie die Plätze selbst benötigen oder sie an ihre Grenzen stoßen“, befürchtet der CDU-Politiker. Dieser Entwicklung müsse nicht nur perspektivisch, sondern so schnell wie möglich entgegengetreten werden. „Auf ein leistungsfähiges Kitasystem müssen wir genauso unser Augenmerk richten, wie auf leistungsfähige Schulen. Was die Entwicklung und Förderung der Kinder angeht, darf nichts versäumt werden“, so Brenneis.

Text: Jürgen Stich, mit freundlicher Genehmigung, Foto: Gemeinde Stahnsdorf

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