Samstag, 30. September 2017

Bahn: Keine Güterzüge auf Stammbahnstrecke

Auf einer wieder aufgebauten Stammbahnstrecke soll es keinen Güterverkehr geben. Das habe der Bevollmächtigte der Konzernleitung der DB AG für Berlin, Alexander Kaczmarek, bei einer Veranstaltung des Deutschen Bahnkunden-Verbands am Dienstag in Potsdam versichert, sagte der Vorsitzende des Regionalverbands Karsten Müller gegenüber der MAZ.

Antrieb für den Wiederaufbau der Strecke zwischen Potsdam und Berlin sei vielmehr eine Entlastung der „übervollen“ Züge auf der Strecke der Wannseebahn. „Dort sind die Regionalbahnen brechend voll“, so Müller. Er sei zudem überzeugt davon, dass Kleinmachnow von der Regionalbahn auf der Stammbahnstrecke mit einem Haltepunkt in Düppel oder Dreilinden profitieren würde, sagte Müller. Eine S-Bahn auf der Strecke sei deshalb nicht im Sinne der Deutschen Bahn. „Da ist der zweigleisige Ausbau zwischen Wannsee und Griebnitzsee wichtiger.“

Um die Region dennoch ans S-Bahn-Netz anzuschließen, sei aber der Wiederaufbau der Friedhofsbahn und der Ringschluss bis Teltow noch im Rennen. „Wir sollten den Ring aber nicht bis Wannsee ziehen, das ist zu kompliziert“, so Müller. Ein Anschluss bei Dreilinden an die Stammbahnstrecke sei einfacher zu realisieren.

(Foto & Text: Jürgen Stich, mit freundlicher Genehmigung, MAZonline)

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