Dienstag, 3. Oktober 2017

Am 7. Oktober Demo für ein neues Feuerwehr-Depot

Die Stahnsdorfer FDP macht Druck in der Frage des neuen Standorts für das Feuerwehrdepot. „Wir haben uns auf unserer Mitgliederversammlung am Montag einstimmig dafür ausgesprochen, als Standort des geplanten Feuerwehrdepots die Annastraße zu unterstützen“, so der FDP-Ortsvorsitzende Christian Marc Arnold am Donnerstag. Gast der Versammlung sei der Stahnsdorfer Ortswehrführer Thomas Steinecker gewesen. „Er hat uns die aktuelle Situation und den Standortwunsch der Kameraden vorgetragen“, so Arnold.

Stahnsdorf muss ein neues Feuerwehrdepot errichten, weil der bisherige Standort am Dorfplatz inzwischen ungeeignet ist. Seit vielen Monaten wird auch in der Gemeindevertretung darüber diskutiert. Bürgermeister Bernd Albers (BfB) schlägt vor, das Depot neben dem Gemeindezentrum an der Annastraße zu bauen. SPD und CDU sind dagegen. Ihre Vorzugsvariante ist ein Grundstück am Güterfelder Damm.

„Wer seit 2011 keine Lösung für die Feuerwehr herbeiführen konnte, ist entweder unfähig oder unwillig“, so der FDP-Ortsvorsitzende Arnold. Mittlerweile treffe das Thema weder bei den Kameraden noch bei der Bevölkerung auf den kleinsten Funken Verständnis. „Es ist traurig, dass wir so lange über eine Selbstverständlichkeit diskutieren müssen und die Feuerwehr politischer Spielball geworden ist“, beklagten die FDP-Mitglieder. Sie fordern nun die Gemeindevertreter auf, die Annastraße als Standort zu unterstützen. Um eine breite Mehrheit dafür zu schaffen, komme es jetzt auf die Stimmen der CDU und SPD an. „Auch wenn es beiden Parteien nicht leichtfallen wird, einen Vorschlag des Bürgermeisters und der Fraktion Bürger für Bürger/Die Neuen zu unterstützen, führt im Sinne einer schnellen Lösung kein Weg daran vorbei“, mahnt Arnold an.

„Vielleicht springen mal alle Parteien über ihren Schatten und gönnen den ehrenamtlichen Kameraden den Erfolg. Das mag zwar für einige Fraktionen bitter sein, sich zur Kommunalwahl 2019 nicht als alleiniger Retter der Freiwilligen Feuerwehr verkaufen zu können. Aber darum darf es hier einfach nicht gehen“, so der FDP-Politiker. FDP-Gemeindevertreter Christian Kümpel hat sich bereits dafür ausgesprochen, für den Standort in der Annastraße zu stimmen. Er will außerdem eine namentliche Abstimmung in der Gemeindevertretung beantragen, damit sich die Stahnsdorfer ein eigenes Bild machen können, wer am Ende wofür abgestimmt hat.

Um den Druck auf die Gemeindevertreter zu erhöhen, die am 19. Oktober zu ihrer nächsten turnusmäßigen Sitzung zusammenkommen, hat Christian Kümpel als „Bürger“ eine Demonstration angemeldet. Am 7. Oktober soll ein Zug von 20 bis 30 Teilnehmern ab 11 Uhr vom Feuerwehrdepot am Dorfplatz über die Kirchstraße und den Güterfelder Damm zum Gemeindezentrum gehen. Interessierte können sich anschließen.

(Text: Jürgen Stich, mit freundlicher Genehmigung, Foto: stahnsdorf.de)

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